Sie nennen sie die “neue PJ Harvey” (deren Produzent Rob Ellis Calvis Debut auch betreut hat), feiern sie als die Ur-Ur-Enkelin von Django Reinhardt und Ur-Ur-Ur-…-Enkelin von Claude Debussy. Aber auch ich muss sagen: Ein großartiges Debut. Und das von einer Anfang-20-Jährigen. Sie hat es gleich mal “Anna Calvi” benannt, nur für den Fall, dass es das Albums ihres Lebens wird. Aber da kommt hoffentlich noch mehr nach.
Ein Album mit Eigenart und der Atmosphäre von lasziv-rauchig-verschrobener Indie-Bohème, mit viel Hall, Blues, Rock, Tex-Mex aus Calvis klirrenden Telecaster und einer großen Menge Theatralik in ihrer Stimme. Was so einfach klingt, ist meistens sehr aufwändig gemacht. Aber laut Calvi kam waren die Aufnahmen tatsächlich an einem Tag im Kasten. Man habe einander am ersten Tag erstmal beim Zusammenspielen kennenlernen wollen, doch dann habe das Resultat schon so gut geklungen, dass man es gleich verwenden konnte.
Beim Guardian kann man jetzt ihr ganzes Album “Anna Calvi” im Stream abspielen. Das ist schon viel besser als bei Musikportalen einzelne Tracks zusammenstückeln. Das entspricht ganz ihrem Anspruch, wie sie in einem Interview erläuterte:
Als es dann zu dem Punkt kam, an dem ich entscheiden sollte, was die erste Single wird, wollte ich, dass das Album allein als ein Ganzes dasteht. Es ist wie eine Reise, sehr filmisch und daher wollte ich nicht, dass man etwas herausnimmt oder etwas hört, bevor man das Album als Ganzes gehört hat.
Termine in der Rubrik Konzerte.
von missismusic am 22.01.2011 00:32 in
Audio,
News,
Releases,
Kommentare deaktiviert