Das Duo Tegan and Sara macht im Juni für drei Gigs in Deutschland Halt.
Termine:
17.06.2013; Offenbach, Capitol
18.06.2013: Berlin, Astra
20.06.2013: Köln, E-Werk Weiterlesen…
Das Duo Tegan and Sara macht im Juni für drei Gigs in Deutschland Halt.
Termine:
17.06.2013; Offenbach, Capitol
18.06.2013: Berlin, Astra
20.06.2013: Köln, E-Werk Weiterlesen…
| Cover: |
Gianna Nannini – Perle |
| Erstveröffentlichung: | 2004 |
| Label: | SPV |
| Musikrichtung: | Pop, Rock, Kammerrock |
| Zum Album: | Wie man liest, hatte Gianna Nannini vor “Perle” mit nicht von ihr autorisierten, gleichfalls ohne ihre Zustimmung elektronisch überproduzierten CD “Aria” zwar prächtigen Erfolg, aber persönlich großen Ärger. “Bis zur Unkenntlichkeit zerstört” seien ihre Lieder, ließ die italienische Sängerin verlauten. Damit kam “Perle” auf den Weg. Das Album, mit bei dem Nannini persönlich den Daumen auf der Produktion behielt und das dazu noch rein akustisch eingespielt wurde.
Die neue feingliedrige Klavierpartitur bildet das Fundament, dazu kommen manchmal ein gezupfter oder auch gestrichener Kontrabass, Streicher und Chor. Mit geringem Instrumentarium und einigen unaufdringlichen Soundeffekten bereitete Giannini einige ihrer größten Hits – eben “Perlen” – wie “I maschi”, “Ragazzo Dell’ Europa” und “Latin Lover” neu auf, das Ergebnis ist dynamisch, emotional aufgeladen, kontrastreich. Dadurch wirkt die Platte stellenweise knalliger als die auf vielleicht zwei Dynamiken und Lautstärkestufen produzierten Rock-Originalversionen der 80er. “Amore cannibale” ist eines dieser Lieder. Es startet wie klassische Kirchenmusik. Nannini beherrscht ihre Stimme und die Technik, um ihre ersten Töne ätherisch aus der Stille, der Ferne nach vorne ins Zentrum, auf die Kanzel zu fahren. Engel sind hier das Thema und Engelchöre singen auch, im Hintergrund schmettert ein Tenor eine fast pathetische Solostimme, fast Arie. Das Stück changiert von ganz leise zu ganz laut, von meditativ zu ganz breitem Schönklang, um dann wieder wie ein “dies irae” zu wüten, beängstigend – oder an anderen Songs dieser Platte durch das Arrangement – auch melancholischer als von früher gekannt. |
| Biografische Verwicklung: | Geschenkt bekommen, dann nochmal von jemand anderem geschenkt bekommen und dann noch auf einer geschenkten Mix-CD überproportional vorhanden. Ich wurde sozusagen mit gutem Geschmack überhäuft. Zum einen liebe ich den gestrichenen Kontrabass bei “Profumo” und höre das Stück wieder und wieder, zum anderen ist die Platte eine ideale Wahl, wenn ich entspannte Musik brauche, die Tiefe hat und dennoch im Hintergrund laufen kann. |
| Cover: |
Mary Coughlan, Red Blues |
| Erstveröffentlichung: | 2002 |
| Label: | Tradition und Moderne |
| Musikrichtung: | Blues, Swing, Jazz |
| Zum Album: | Mary Coughlan – der Name verrät bereits, dass sie irgendetwas mit Irland zu tun hat. Dass sie Blues singt, das erwartet man von einer irischen Sängerin nicht unbedingt. Und sie singt den Blues wie keine zweite und ein Stückchen Irland klingt immer aus der Aussprache, aus der Themenwahl und auch oftmals aus den Arrangements.
Debütiert hatte Coughlan 1985 mit “Tired & Emotional”, damals mit einer Mischung aus Jazz, Irish und US-Folk, Pop und eben dem Blues, produziert in einem teilweise herrlich hausgemachten live-klingenden Aufnahmestil. Es folgten Alben und es folgten persönliche Krisen und Abstürze – mehr Gründe für den Blues, der zwischenzeitlich aber leider oft immer elektro-artifizieller und im Raum wabernder klang, vielleicht auf den Whiskey-Delirien der Sängerin geschuldet… Und ja, es waren in diesen Jahren auch SEHR schöne Nummern dabei (!), bis Coughlans Abmischung mit dem Album “After the Fall” wieder klarer und präsenter wurde. “Red Blues” ist ein wunderbar kraftvolles Album, das sich wie frisch beim Jammen eingespielt anhört. Ein ganzes Album nur dem Blues gewidmet. White Snakes “(Ain’t No Love in the) Heart of the City” macht hier den brillanten Auftakt: geniale Stimmverzahnungen, Gesangs- und Gitarreneinwürfe, eine sich gegenseitig emotional hochschaukelnde Band. Meiner Meinung nach besser als das Original. Dass Coughlan hier auf Standards und Fremdkompositionen zurückgreift, tut der Genialität keinen Abbruch, im Gegenteil, die Interpretin drückt allen Versionen ihren eigenen Stempel auf. Sie oder vielmehr ihre Arrangeure verfremden die ursprünglichen, oft sehr bekannten Songs bis nur noch minimale Übereinstimmungen festzustellen sind. Unter anderem enthält diese Platte Coverversionen von “I’d Rather Go Blind” (bekannt durch Chicken Shack), “You Can Keep Your Hat On” (Joe Cocker), “Black Coffee” (u.a. Sarah Vaughan, k.d. lang) und schließt mit Billie Holidays morbidem und doch poetischem Lynching-Song “Strange Fruit”. Dieses Stück hatte Coughlan bereits Jahre früher eingesungen und ihn hier nochmal reduziert, um sich ganz auf den Text zu konzentrieren. Überhaupt ist das für das Bremener Label enstandene Album “Red Blues” eine sehr konzentrierte Arbeit mit einer Spannweite von Swing bis City Blues mit dem Wissen um die Tradition und Werkgeschichte und einem Brückenschlag in die Moderne. |
| Biografische Verwicklung: | Seit Veröffentlichung eines meiner Lieblingsalben. Im Zuge dieser Produktion habe ich Mary Coughlan tatsächlich dann auch endlich live gesehen, nachdem ich von einer Kommilitonin ein Mixtape bekommen habe (Seite A: Ani DiFranco, B-Seite: Mary Coughlan) und immer mehr von ihr kennenlernte. Ohne “Red Blues” würde mir etwas fehlen! Ach ja, und auch der Albumtitel passt in mein Kopfkino: Als ich Coughlan kennenlernte, da sah ich sie im Geiste immer auf einer spärlich beleuchteten Bühne vor einem roten Samtvorhang mit blauem Zigarettenrauch verhangen singen… |
| Cover: | folgt |
| Erstveröffentlichung: | 1992 |
| Label: | Polygram |
| Musikrichtung: | Folk, Americana, Country, Bluegrass, Soul, Blues |
| Zum Album: | Wenn man dem Cover glauben mag, die recht beschwerliche Überland-Reise der Michelle Shocked. Selbstidentifizierung mit dem Album anscheinend zu hundert Prozent, denn bei den Credits nennt sich Frau Shocked selbst nurmehr “The Arkansas Traveler”. Ziel der musikalisch dokumentierten Reise jedoch war nicht, allein den US-Bundesstaat zu durchqueren. Es ist ihr gelungen, namhafte Musiker für ihr Projekt zu gewinnen – Blueshero Taj Mahal, Country-Folk-Star Alison Krauss, die Bluesgrass-Legenden Doc Watson und Norman Blake, aber auch (Jeff Tweedys Wilco-Vorgängerband) Uncle Tupelo oder die quirlige Bluessgrass-Combo Red Clay Ramblers. Kein “stinknormales” Studioalbum also, jeder der 14 Songs auf dem Album entstand mit anderen Musikern, oft auch Tonmeistern und Produzenten (darunter u.a. Don Was) und zudem in Studios quer durch die USA und sogar in Dublin in Zusammenarbeit mit der Band The Hothouse Flowers. Stilistisch ebenso vielfältig, entstand der soulige Eingangssong in Chicago, die diversen Bluegrass-orientierten Nummern in Georgia, North Carolina und der Arkansas Traveler selbstverständlich in Arkansas. Way to go, Ma’am! |
| Biografische Verwicklung: | Erstanden im Juni 2013 auf dem Maifeld Derby Festival 2013 in Mannheim beim CD-Wühltisch, Sparte “Frauenmusik”. Gekauft mit dem Ziel, mehr von Michelle Shocked kennenzulernen und aus dem Grund, das Traditional “The Arkansas Traveler” in ihrer Interpretation zu hören. |
Je später der Abend, desto wilder die Gäste… Da sind vier Leute mit ihren Instrumenten, da wird gestampft, geknurrt und gegrölt, dass es eine Freude ist und man sich noch Big Mama Thornton als Duettpartnerin für Sallie Ford herbeiwünscht. Retro, so schlicht und energiegeladen – und dabei aus Portland, Oregon, nicht aus Louisiana oder Georgia…
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Nach K’s Choice kam Sarah Bettens solo, ihr Bruder Gert gründete in dieser Zeit seine Band Woodface, dann kamen K’s Choice wieder zusammen und daraus wurde jetzt “Bettens”. So sieht’s aus! Weiterlesen…
Das größte generationenübergreifende Treffen für Lesben und alle, die sich als “frauenliebende Frauen” verstehen, findet jedes Jahr in einer anderen deutschen Stadt statt, jeweils am Pfingstwochenende. Dieses Jahr von Freitag 17. bis Montag 20.5.2013 in München. Weiterlesen…
Aus “Horses!” werden “Husbands! Husbands! Husbands! Husbands! Husbands!” Aber unverkennbar von Anfang an, dass der Track “Husbands / Flying to Berlin” an Patti Smith anknüpft. Andere hören auch noch Siouxie and The Banshees raus.
80er Jahre Wave- und Indie-Rock, vom ersten Moment an unvermittelt packende Beats, reißende Gitarren- und Basslinie, in die heutige Zeit übersetzt als Post-Punkrock. Weiterlesen…
“Stars”, Billie Holiday”, “Undertow”… Blinkende Sterne, wabernde Klangnebel in fernen Galaxien und vier Frauen, die ganz genau wissen, was sie tun: Warpaint aus Los Angeles sind wieder auf Konzertreise. Nicht ohne Grund waren sie vor zwei Jahren auf dem Rolling Stone-Weekender die große Entdeckung. Selten war Gefrickel auf zwei E-Gitarren, Bass und Schlagzeug so präzise abgestimmt und zum Schwelgen. Weiterlesen…
Es ist spannend, nein, zugegeben, sogar ein wenig schockierend, wenn einer der größten nationalen Konzertveranstalter plötzlich zwei neue Bands, die rein mit Frauen besetzt sind, auf Deutschland-Tour schickt. Dazu noch, wenn die eine bereits besprochene – nämlich Savages – schon mal richtig gute, unverkennbare Musik macht und sich dazu auch noch auf die Frauenmusikgeschichte beruft!
Die andere der beiden ist Haim. Eine junge Band aus der Gegend von Los Angeles/Kalifornien, bestehend aus drei Schwestern: Este (1986/Gitarre, Bass), Danielle (1989/Gitarre, Drums) und Alana Haim (1991/Gitarre, Keyboards, Percussion). Auf Tour begleitet sie Drummer Dash Hutton. Weiterlesen…